Die richtige Zahnpflege

Der Bereich der individuellen Zahnpflege gehört zur essentiellen persönlichen Hygiene und hat einen großen Einfluss auf Gesundheit, Attraktivität und Wohlbefinden. Mundhygiene und regelmäßiges Zähneputzen sind zum Erhalt des Gebisses unerlässlich. Trotz der Wichtigkeit des Themas vernachlässigen viele Menschen die Zahnpflege – geputzt wird häufig zu kurz oder nicht richtig. Im Folgenden erhalten Sie wichtige Tipps.

Auf die Technik kommt es an

Zahnpflege und Mundhygiene sind Basics für die Gesunheit
(c) birgitH / pixelio.de

Zunächst einmal sei gesagt, dass die Putzmethode, die sicherlich sehr viele Erwachsene anwenden, von Experten nicht empfohlen wird. Kreisende Bürstenbewegungen sind zwar für Kinder geeignet, da sie das Putzen erleichtern, Jugendliche und Erwachsene sollten aber eine andere Technik anwenden. Die Fegetechnik wird empfohlen, also das „Wegfegen“ des Zahnbelags von oben (Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch) nach unten. Auf diese Weise wird verhindert, dass man während des Zähneputzens den Belag und somit möglicherweise auch Bakterien unter das Zahnfleisch schiebt, wie es bei Kreisbewegungen der Fall sein kann.
Zudem sollte der Anpressdruck beim Zähneputzen beachtet werden. Nach der Devise „Je stärker ich beim Putzen aufdrücke, desto sauberer werden meine Zähne“ sollte man nicht handeln, denn ein zu starker Druck kann unter anderem zu Schäden an freiliegenden Zahnhälsen führen. Der optimale Anpressdruck liegt bei 150 g.

Häufigkeit und Dauer des Zähneputzens

Geputzt werden sollten die Zähne mindestens zweimal pro Tag. Die empfohlene Dauer des Putzvorgangs variiert von Gebiss zu Gebiss. Die Drei-Minuten-Regel trifft also nicht auf jeden zu, manche Personen sollten sogar mehr Zeit aufwenden. Faktoren wie die Zahnstellung, die Größe der Zwischenräume sowie die Beschaffenheit des Zahnfleischs müssen bei der Dauer berücksichtigt werden.

Kontrolle und Zahnpflege

Neben dem regelmäßigen Kontrollgang zum Zahnarzt, der bei Menschen mit gesunden Zähnen mindestens einmal im Jahr erfolgen sollte, können Sie zu Hause überprüfen, wie sauber Ihre Zähne sind. Die Verwendung von Zahnfärbetabletten ist dafür sinnvoll. Verfärbte Stellen zeigen Ihnen, wo Beläge vorhanden sind. Auf diese Weise können Sie das Zähneputzen optimieren.

Zusätzlich zur Zahnbürste sollte einmal täglich die Zahnseide oder Interdentalbürste zum Einsatz kommen. Weiterhin ist es ratsam, für eine umfassende Prophylaxe mindestens einmal (bei Zahnkrankheiten häufiger) im Jahr eine professionelle Zahnreinigung in einer Zahnarztpraxis vornehmen zu lassen.

Was Sie außerdem beachten sollten

Nach dem Essen sofort die Zähne zu putzen, ist nur in bestimmten Fällen ratsam. Haben Sie saure Lebensmittel wie Essig oder Fruchtsäfte zu sich genommen, sollte das Zähneputzen erst 30 bis 60 Minuten später erfolgen. Denn nach dem Konsum saurer Lebensmittel kommt es zum kurzzeitigen Aufweichen des Zahnschmelzes. Wenn Sie also direkt danach Ihre Zähne putzen, schädigen Sie möglicherweise den Schmelz. Sinnvoll ist in dem halb- bis einstündigen Zeitraum die Anregung der Speichelproduktion beispielsweise durch Kaugummikauen. Der Speichel puffert die Wirkung der Säure ab und remineralisiert den Zahnschmelz.

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