Zahncreme für die tägliche Mundhygiene

Die Zahnbürste und zusätzliche Hilfsmittel für die Zahnzwischenräume wie Zahnseide sind für die tägliche Zahnreinigung unerlässlich. Während Zahnbürste und Co. für die mechanische Reinigung zuständig sind, übernimmt die Zahncreme einen mechanischen und chemischen Part. Zum einen dient sie als eine Art Schmiermittel zwischen Bürste und Zahn, zum anderen ist sie mit unterschiedlichen Stoffen angereichert, die vor allem gegen Karies schützen.

Inhaltsstoffe von Zahncremes und was sie bewirken

Zahncreme übernimmt einen chemischen und mechanischen part bei der Zahnreinigung
(c) Bernd Kasper / pixelio.de

Da die Mundschleimhaut sehr gut Stoffe aufnimmt und sie schnell in die Blutbahn leitet, ist es bei Zahnpasten besonders wichtig, auf deren Inhaltsstoffe zu achten. Nicht jede Zahnpasta ist unbedenklich.

Herkömmliche Zahncremes enthalten sogenannte Putzkörper, die eine Reinigung der Zähne ohne Angriff des Zahnschmelzes ermöglichen. Hinzu kommen für den angenehmen, frischen Geschmack Süßstoffe und Aromen und für die Optik färbende Stoffe. Konservierungsstoffe, Wasser, Mittel, welche die Zahnpasta feucht halten, und solche für die Schäumung und mit desinfizierender Wirkung machen die Zahncreme komplett. Auch Fluorid ist in den meisten Zahncremes enthalten. Dieses schützt vor Karies, da es den Zahnschmelz härtet. Dieser ist die Schutzhülle der Zahnkrone, weshalb seine Härte eine entscheidende Rolle spielt.

Wirkung der Inhaltsstoffe von Zahncremes

Allgemein ist zu sagen, dass zur schädlichen Wirkung der aufgeführten Stoffe in kleinen Dosen weiterhin geforscht wird und die Anzahl der wissenschaftlichen Studien hierzu teilweise spärlich ist. Panik ist also nicht angesagt, doch können Sie die Verwendung einiger Inhaltsstoffe einfach vermeiden, indem Sie Ihren Zahnarzt zu diesem Thema befragen.

Allergieauslösend kann das Tensid Natriumlaurylsulfat sein, das für das Schäumen zuständig ist. Dieses verursacht außerdem Reizungen der Mundschleimhaut. Die häufig enthaltenen Parabene, die als Konservierungsmittel dienen, sind möglicherweise krebserregend. PEGs (Polyethylenglykole) beziehungsweise PEG-Derivate, welche für eine gleichbleibende Konsistenz der Pasta eingesetzt werden, können die Mundschleimhaut durchlässiger machen. Somit wird ihre Resorptionsfähigkeit erhöht – (schädliche) Stoffe werden vermehrt in den Körper aufgenommen. Weiterhin weisen einige Zahncremes einen erhöhten Aluminiumwert auf. Da noch nicht vollständig geklärt ist, wie gesundheitsschädlich Aluminium für den menschlichen Körper ist, sollte man Zahnpasten mit erhöhtem Aluminiumgehalt vermeiden.

Sinnvoll kann auch die Benutzung von Bio-Zahnpasten sein: Hier wird unter anderem auf Aromen und schäumende Zusatzstoffe verzichtet, die Inhaltsstoffe sind zudem natürlichen Ursprungs. Diese Zahnpasten enthalten allerdings oft keine Fluoride. Da diese aber vor Karies schützen, sollte eine Bio-Zahncreme mit Fluoriden verwendet werden.

Zahnpasten mit aufhellender Wirkung

Beliebt sind Zahncremes mit aufhellender Wirkung. Diese halten aber oft nicht, was sie versprechen und können Ihre Zähne sogar schädigen. Strahlend weiße Zähne dank Zahnpasta – dieses Versprechen können Zahncremes häufig nicht halten. Zudem kann es durch das regelmäßige Putzen mit Whitening-Zahnpasten zum Angriff des Zahnschmelzes kommen. Denn diese enthalten oft Schmirgelpartikel, die Zahnschmelzabrieb und gereiztes Zahnfleisch hervorrufen können. Die Entfernung von Belägen kann zu einer leichten Aufhellung führen, diese Reinigungswirkung gewährleisten aber auch herkömmliche Zahnpasten.

Zahnstein, der ebenfalls häufig für Verfärbungen verantwortlich ist, kann durch eine professionelle Zahnreinigung effektiv entfernt werden. Wer aber von Natur aus eine gelbliche oder allgemein dunklere Zahnfarbe hat, wird durch die Benutzung dieser speziellen Zahnpasten keine weißeren Zähne bekommen. Hier hilft nur das sogenannte Bleaching. Hierbei werden die Zähne mittels Wasserstoffperoxid entweder zu Hause oder in der Zahnarztpraxis aufgehellt. Allerdings ist hierfür eine ausführliche Absprache mit dem Zahnarzt nötig, denn nicht bei jedem darf das Bleaching angewendet werden.

Was beim Kauf der Zahncreme zu beachten ist

Wie bei den Zahnbürsten zeigt sich auch hier, dass man nicht unbedingt auf die bekannten, oft preisintensiveren Produkte setzen muss, um seine Zähne optimal zu reinigen. Auch viele Hausmarken von Drogerien und Discountern sind zu empfehlen. Weiterhin setzen einige bekannte Hersteller auf Zahncremes mit Inhaltsstoffen, welche unter anderem eine Antibiotikaresistenz fördern können. Ein Beispiel hierfür ist das Desinfektionsmittel Triclosan. Lesen Sie hier, welche Marken zu empfehlen sind und von welchen Sie besser Abstand nehmen sollten: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=92810&bernr=10.

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