Brücken als Zahnersatz

Bei Brücken handelt es sich um festsitzenden Zahnersatz, der meistens mit einem Spezialzement auf mindestens zwei umliegenden Zähnen befestigt wird. Sie stellen die Kaufunktion an der betroffenen Stelle wieder her und ermöglichen je nach Bereich wieder eine klare Aussprache bestimmter Laute. Außerdem schützen sie den Kiefer unter anderem vor Kiefergelenkbeschwerden.

Varianten von Brücken

Brücke Zahnersatz
(c) Sebra / Fotolia.com

Während Kronen einen natürlichen Zahn nur umhüllen, ersetzen Brücken diesen komplett. Ist ein Zahn beispielsweise aufgrund von Kariesbefall oder wegen eines Unfalls nicht mehr vorhanden, kann man diesen durch eine Brücke ersetzen lassen. Dabei können bis zu vier Lücken in einer Zahnreihe geschlossen werden.

Es gibt mehrere Arten von Brücken, weshalb für viele unterschiedliche Zahnprobleme eine Lösung möglich ist. Unterschieden werden unter anderem Schalt-, Basis-, Klebe- und Implantatbrücken sowie provisorische Brücken. Schaltbrücken zum Beispiel werden eingesetzt, um die sogenannte Zahnwanderung zu verhindern. Diese findet häufig statt, wenn Lücken zwischen den Zähnen bestehen und diese sich in die Richtung der Lücke bewegen, was zu Zahnfehlstellungen führt. Während die Zahnwanderung in der Kieferorthopädie bewusst genutzt wird, um Fehlstellungen zu korrigieren, kann sie bei ungewollten Zahnlücken zu Problemen führen. Die Schaltbrücke besitzt Brückenanker, die auf den benachbarten Zähnen befestigt werden. Dort dienen sie als Brückenpfeiler. In der Mitte befindet sich die Brücke, die als Überspannung der Lücke dient.

Wie wird eine Brücke eingesetzt?

Das Einsetzen einer Brücke ähnelt stark dem einer Krone. Die benachbarten Zähne, also die späteren Pfeiler, werden, wenn vorhanden, von Füllungen und Karies befreit. Anschließend werden sie für das Einsetzen der Brücke abgeschliffen. Details hierzu und zu den weiteren Schritten der ersten Sitzung beim Zahnarzt können unter Kronen nachgelesen werden. Da die Brücke einen vergleichsweise großen Bereich überdeckt, muss der Zahnarzt bei der Präparation der Pfeilerzähne darauf achten, dass diese parallel zueinander ausgerichtet sind. Ist dies nicht möglich, kann zusätzlich eine Geschiebebrücke an einem der Zähne befestigt werden, wodurch die Ausrichtung korrigiert wird. Im Gegensatz zum Einbau einer künstlichen Zahnkrone ist für das Einsetzen einer Brücke häufig mindestens ein Termin zwischen der ersten Sitzung und dem endgültigen Einbau nötig. Nach dem ersten Termin wird ein Brückengerüst erstellt, das im zweiten Termin „anprobiert“ wird. Erst danach entsteht in einem weiteren Schritt die Brückenverblendung. Es kann auch danach eine weitere Zwischenprobe nötig sein. Das ist insbesondere bei großen Brücken häufig der Fall. Nun wird die Brücke eingesetzt. Hierbei wird ganz ähnlich wie bei den Kronen vorgegangen. Handelt es sich um eine große Brücke, wird diese aufgrund möglicher Spannungen im Kiefer häufig provisorisch eingebaut, bevor in einer letzten Sitzung die finale Eingliederung durchgeführt wird.

In Brücken verwendete Materialien

Hier kommen dieselben Materialien zum Einsatz wie bei den Kronen: Unterschieden werden Vollmetall- und Vollkeramikbrücken sowie eine Kombination aus Metall und Keramik.

Vor- und Nachteile von Zahnbrücken

Wie bei den Kronen überwiegen die Vorteile von Brücken für gewöhnlich. Unbedingt vonnöten ist hierfür eine optimale Mundhygiene. Eine professionelle Zahnreinigung sollte zudem regelmäßig in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden. Brücken halten für gewöhnlich über zehn Jahre. Kauen und weitere Funktionen können dank einer Brücke wieder vollständig von den Zähnen übernommen werden. Die Körperverträglichkeit der verarbeiteten Materialien ist für gewöhnlich gut. Sind Allergien bekannt, sollten diese vor der Brückenbehandlung ausführlich mit dem Zahnarzt besprochen werden.

Kariesbefall unter der Brücke ist möglich. Die Gründe können dieselben wie bei der Behandlung mit Kronen sein. Nach dem Einsatz der Brücke(n) können weiterhin einige Probleme auftreten, von denen sich der Großteil aber nach einer gewissen Zeit von allein legen sollte. Dies trifft auf das Empfinden von Spannungen zum Beispiel beim Kauen und eine Temperaturempfindlichkeit zu. Hat der Betroffene den Eindruck, dass die Brücke zu hoch ist, kann das ein individuelles Gefühl sein, das sich bald wieder legt. Möglicherweise ist der Zahnersatz aber tatsächlich etwas zu hoch, dann schafft das Abschleifen der Brücke in der Zahnarztpraxis Abhilfe. Wenn sich auch nach einigen Tagen nach der Behandlung noch Schmerzen melden, sollte der Zahnarzt aufgesucht werden.

Für das Einsetzen einer Brücke sind immer die Pfeilerzähne, die als Brückenpfeiler dienen, nötig. Sind auch diese Zähne nicht vorhanden, stark von Karies befallen oder aufgrund ihrer Stellung im Kiefer ungeeignet für eine Brücke, kommen Prothesen oder Implantate zum Einsatz.

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